ADHS und Winter(probleme): Hier werden Sie geholfen (🙂)
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Der Winter verändert vieles. Die Tage sind kürzer. Bewegung wird weniger. Soziale Kontakte schrumpfen. Für Menschen mit ADHS ist das oft keine Kleinigkeit, sondern ein echter Stresstest.
Warum Winter + ADHS eine schwierige Kombination ist:
Wenig Licht, weniger Antrieb
ADHS hängt eng mit dem Dopaminsystem zusammen. Tageslicht wirkt wie ein natürlicher Aktivator. Im Winter fehlt er. Die Motivation sinkt. Alles fühlt sich schwerer an, ohne dass sich die Anforderungen verändert haben.
Bewegung fällt eher weg, Unruhe bleibt
ADHS reguliert sich über Bewegung. Draussen, spontan, nebenbei. Kälte und Dunkelheit machen Bewegung härter. Das Antistress-Ventil schliesst sich. Die innere Unruhe bleibt.
Gefühlte Zeit wird knapper
Im Winter wirkt alles verdichtet. Termine, Pflichten, Erwartungen. ADHS reagiert besonders empfindlich auf Enge. Der Stress steigt. Chaos und/oder Blockaden folgen.
Schlaf gerät schneller aus dem Takt
Wenig Morgenlicht, spätes Einschlafen, schweres Aufstehen. Bei ADHS, vor allem unbehandelt, reichen oft kleine Verschiebungen, um den ganzen Tag kippen zu lassen.
Mehr Struktur, weniger Energie
Der Winter verlangt Planung. Kleidung. Wege. Zeiten. ADHS funktioniert stärker intuitiv. Der ständige Strukturzwang kostet Kraft. Täglich.
Weniger Aussenwelt, mehr Innenlärm
Soziale Kontakte werden seltener. Das Gedanken-Karussell dreht sich lauter. Gefühle stauen sich. Rückzug verstärkt noch den Druck.
Stillstand fühlt sich wie Versagen an
Der Winter ist langsamer. ADHS interpretiert Langsamkeit oft als persönlichen Fehler. Nicht als Phase, sondern als Scheitern.
"Ach, das ist doch alles negativer Quark und Mi-mi-mi!"
Gute Einstellung! Mehr davon! Man spürt hier: WILLEN. Aber eben: Dopamin und Wille sind wie siamesische Zwillinge. Und auch wenn Sie nicht jedem Punkt zustimmen: Winter ist härter. War er schon immer. Vor allem vor den Zentralheizungen und Warmwasser-Duschen.
Wo Sie jetzt konkrete Hilfe finden
Der wichtigste Punkt: Niemand muss da alleine durch. In der Schweiz gibt es vier zentrale ADHS-Organisationen, die Hilfe und Kontakte vermitteln.

elpos Schweiz
elpos Schweiz ist eine der grössten und bekanntesten ADHS-Organisationen des Landes. Sie begleitet Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Angehörige.
Was elpos konkret bietet:
Beratung, Information, Austausch und regionale Angebote.
🔗 https://elpos.ch/ueber-elpos/
🔗 https://elpos.ch/angebot/
🔗 https://elpos.ch/veranstaltungen/

adhs20+
adhs20+ ist die spezialisierte Anlaufstelle für Erwachsene mit ADHS. Der Fokus liegt klar auf Alltag, Beruf und Beziehungen im Erwachsenenleben.
Was adhs20+ konkret bietet:
Individuelle Beratung, Seminare, Fachnetzwerk und Aufklärung.
🔗 https://adhs20plus.ch/ueber-adhs20/
🔗 https://adhs20plus.ch/beratung/
🔗 https://adhs20plus.ch/veranstaltungen/

Verein ADHS/ADS Schweiz
Der Verein ADHS/ADS Schweiz setzt stark auf Selbsthilfe und Austausch. Hier stehen Begegnung und gegenseitige Unterstützung im Zentrum.
Was der Verein konkret bietet:
Treffen, Stammtische, Veranstaltungen und Vernetzung.
🔗 https://www.adhs-ads-schweiz.ch/ueber-uns/
🔗 https://www.adhs-ads-schweiz.ch/
🧠 Experten-Karte ADHS/ADS Schweiz
ASPEDAH
Association Suisse romande de Parents d’Enfants avec Déficit d’Attention, avec ou sans Hyperactivité
ASPEDAH ist die zentrale ADHS-Organisation der Romandie. Sie ist besonders relevant für die Romandie sowie für die bilingualen Kantone Bern, Fribourg und Wallis.
Was ASPEDAH konkret bietet:
Eltern- und Betroffenengruppen, Workshops, Coaching und Sensibilisierung.
🔗 https://www.aspedah.ch/aspedah/l-association.html
🔗 https://www.aspedah.ch/activites/agenda.html
🔗 https://www.aspedah.ch/activites/coaching.html
Winter JA, verzweifeln NEIN
Der Winter nimmt Licht, Bewegung und launenmässige Leichtigkeit. Das kann bei ADHS krasser an die Substanz gehen.
Die gute Nachricht: Hilfe ist da.
Diese vier Organisationen bieten Wissen, Austausch und konkrete Unterstützung, bevor Erschöpfung oder Selbstzweifel überhandnehmen.

Darum: Nicht durchhalten. Anknüpfen.